Wikifolio Performance-Check am 05.05.2018 – Neues Allzeithoch und Outperformance

Du findest diesen Beitrag hilfreich? Dann teile ihn mit deinen Freunden!

Seit meinem letzten Performance-Check und meiner Outperformance vom 25.02.2018 ist es aus gegebenem Anlass mal wieder an der Zeit, mein Wikifolio einem Performance-Check zu unterziehen. Zunächst einmal möchte ich im ersten Teil die Daten und Fakten darstellen, bevor ich im zweiten Teil auf die qualitativen Faktoren eingehe.

Im zweiten Teil plane ich allerdings nicht in die Einzelheiten des Stock Pickings einzugehen oder meine einzelnen Trades darzustellen. Dies kannst du gerne auf meiner Wikifolio-Seite nachschlagen, falls dich das interessiert. Vielmehr beabsichtige ich, etwas über das Investieren zu philosophieren. Wenn das nichts für dich ist, kannst du diesen Teil gerne überspringen und direkt zum Fazit gehen.

Outperformance und neues All-time-high  

In meiner Marktanalyse vom 13.04.2018: Animal Spirits – was der Quartalsbericht von Blackrock über die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten verrät hatte ich beschrieben, dass ich mir vorstellen könnte, dass aufgrund erfreulicher Quartalsergebnisse und zu verkündender Aktienrückkaufprogramme, die Kursanstiege über die traditionell starken Börsenmonate hinaus verlängert werden könnten.

Im Laufe der letzten Woche hat Apple ein (nicht wirklich überraschendes) Aktienrückkaufprogramm in Höhe von USD 100 Milliarden angekündigt. Am Freitag wurde bekannt, dass Buffett seine Apple-Position um weitere 75 Millionen Aktien auf insgesamt 240 Millionen Apple-Aktien aufgestockt hat, was einer Aufstockung von über 45% entspricht (in meiner Marktanalyse vom 05.05.2018 gehe ich genauer auf Apples Quartalsbericht ein).

Die Wall Street reagierte mit Kursanstiegen auf diese Meldungen und katapultierte zum einen die Apple-Aktie auf ein neues All-time-high von USD 184,23. Zum anderen sieht es so aus, als seien die Kauflust und die „Animal Spirits“ der Anleger wieder freigesetzt worden.

Während die globalen Indizes noch mit rund fünf Prozent unter ihren Allzeithochs notieren, ist das Real Financial Dynamics-Wikifolio infolge der freigesetzten Kauflaune und „Animal Spirits“ der Anleger am vergangenen Freitag auf ein neues Allzeithoch geklettert.

Mein Wikifolio konnte seit der Gründung am 27.08.2017 um 24,2% zulegen – und das, obwohl ich das Wikifolio anfangs stiefmütterlich behandelt habe und unwissend darüber war, dass bei US-amerikanischen Aktien keine Dividendenerträge gutgeschrieben werden. Folglich ist mir einiges an Rendite durch die Lappen gegangen. Hinzu kommen noch die Zertifikategebühr von 0,95% p. a. und die Performance-Gebühr von 5%. Wobei die Performance-Gebühr eher etwas erfreuliches ist, da sie eine Erfolgsprämie für meine Leistung darstellt (siehe Abbildung unten).

Performance vom Real Financial Dynamics-Wikifolio im Zeitraum 27.08.2017 – 05.05.2018; Quelle: Wikifolio

 

Im Vergleich dazu haben sich die Benchmarks, welche ich auch in meiner Performance-Analyse vom 25.02.2018 erwähnt hatte, folgendermaßen entwickelt:

  • Dow Jones (DE0006289390):           9,75%
  • S&P 500 (IE00B5BMR087):              10,16%
  • Nasdaq (LU0378449770):                16,72%
  • DAX (DE0005933931):                       4,97%

Performance von Benchmarks 27.08.2017 – 05.05.2018, Quelle: Onvista

 

Wie am Performance-Vergleich ersichtlich ist, habe ich den Nasdaq um knapp 8%, den Dow Jones und den S&P 500 um mehr als das Doppelte sowie den Dax um knapp das fünffache outperformed.

Mein Wikifolio ist übrigens gerade im Emissionsprozess. Die Emission sollte Mitte Mai erfolgen. Falls du an meinen Investmenterfolgen partizipieren möchtest, kannst du dich über die Wikifolio-Seite vormerken. Auf dieser Basis wirst du informiert, sobald die Emission erfolgt ist.

Eine populäre Börsengestalt schrieb in seinem Buch, dass man nicht in seinen Fonds investieren solle. Damit wollte er vermutlich aus psychologischer Sicht das Gegenteil erreichen. Ich sage, wenn du mir und meinen Fähigkeiten vertraust, dann investiere in mein Wikifolio. Ich kann dir nicht versprechen, dass ich den Markt permanent outperformen werde, aber ich kann dir versprechen, dass ich mein Bestes dafür tun werde.

Newsletter

Du möchtest keine Beiträge verpassen und über meine neuesten Investments zeitnah informiert werden? Dann melde dich jetzt zum kostenlosen Newsletter an und erhalte als erstes meine neuesten Beiträge, Analysen und Updates zu aktuellen Investments!

Wie ich den Markt outperformed habe

Doch wie kann es sein, dass ein vermeintlicher Neuling, der sich erst seit Ende 2016 mit Börsenthemen beschäftigt und seit März 2017 selbst investiert, eine derartige Performance hinlegen kann, während 90% der professionellen Fondsmanager den Index nicht schlagen können und einige Fondsmanager sogar auf ein eindeutiges „Signal“ warten, um ihre Positionen wieder aufzustocken? Und das sogar ohne „Depot-Absicherungen“, Stop-Loss-Orders oder Ähnliches?

a) Glück?

Vielleicht denkst du jetzt: „das war doch bloß alles Anfängerglück“. Vielleicht war es Glück. Vielleicht habe ich auch einfach nur öfters richtig gelegen als andersherum. Vielleicht war es auch Können.

Kann man es nur als Glück beschreiben, wenn eine Person wochenlang während der Zugfahrt zur Arbeit und Rückfahrt nach Hause die wöchentliche Kolumne eines Investmentgurus rückwirkend von 2009 bis 2017 liest? Oder unzählige Bücher von Investmentlegenden studiert und sich sogar die wichtigsten Punkte herausschreibt? Oder sich eine Exceltabelle mit aktuell über 500 börsennotierten Unternehmen erstellt, deren Kennzahlen und wichtigste Unternehmensnachrichten zusammenstellt? Oder sich eine Excel-Tabelle mit diversen Märkten und deren Entwicklungen aufbaut? Oder, wie Napoleon Hill es beschreibt, fast sein gesamtes Leben nach einer Mission ausrichtet? Oder…?

Wie du siehst, denke ich, dass man es mit Glück allein nicht zusammenfassen kann.

Die gute Nachricht ist, du musst die oben genannte Kolumne des Börsengurus nicht rückwirkend seit 2009 lesen. Es reicht, wenn du sein Buch liest, wo alle relevanten Punkte aufgelistet sind. Es handelt sich übrigens um Ken Fisher – Das zählt an der Börse – einer meiner Mentoren. Unter Quellen & Links habe ich alle Bücher aufgelistet, die im Beitrag genannt werden.

b) Risiko?

Wenn du dir mein Portfolio anschaust, wird dir als zweites sicherlich „Risiko“ einfallen. Schließlich habe ich Hebelprodukte in Form von Optionsscheinen und KO-Zertifikaten drin und diese sind riskant. Außerdem bewegte sich das Wikifolio ziemlich volatil – und das ist nicht schön anzusehen.

Doch was heißt Risiko?

Laut Google bedeutet Risiko „der Umstand, dass etwas gefährliche oder schädliche Folgen haben kann.“

Heißt das nicht, dass Risiko vielmehr ein subjektives Empfinden ist?

Während für den einen schon das Überqueren der Straße riskant sein kann, gehen andere Bungeespringen.

Ist es außerdem nicht riskant, vor den Augen der Öffentlichkeit zu handeln? In deinem eigenen Depot kannst du nach Lust und Laune traden, vielleicht verheimlichst du deinen Freunden gegenüber auch eine paar Verluste und redest nur über deine Erfolge. Aber kannst du das in einem öffentlichen Wikifolio? Ist es denn nicht schwieriger, vor den Augen der Öffentlichkeit zu handeln? Was würden die Anderen denken, wenn du einen Kauf/Verkauf tätigst und dieser erweist sich als Supergau?

In der Finanztheorie wird Risiko häufig mit Volatilität gleichgesetzt. Volatilität bezeichnet die Schwankungsbreite eines Wertpapiers. Das heißt, laut Finanztheorie sind Werte, die eine höhere Schwankungsbreite aufweisen, riskanter als Werte, die eine geringere Schwankungsbreite aufweisen. Interessant, oder?! Doch welche Volatilität ist gut und welche schlecht?

Eine andere Frage: ist es sicherer, in einer Mercedes C-Klasse zu fahren, die geschmeidig auf der Straße liegt oder in einem Bus zu fahren, der wie wild hin und her schwankt?

Es kommt drauf an, nicht wahr?!

Denn neben dem Vehikel spielen auch eine Reihe anderer Faktoren eine Rolle, z. B. die Fähigkeiten desjenigen, der am Steuer sitzt, die Rücksichtnahme der anderen Verkehrsteilnehmer, die Einhaltung der Verkehrsordnung, die Funktionstüchtigkeit des Wagens.

Risiko ist also nicht objektiv messbar. Vielmehr ist es ein subjektives Empfinden.

Dasselbe gilt für Reichtum. Während eine Person sich bereits reich fühlt, wenn sie gesund und munter ist, wünscht sich eine andere Person ein Haus am Meer, einen Lamborghini und eine hübsche Frau.

Als Gegenspieler zu Risiko und Reichtum stehen Rendite und Vermögen.

Rendite und Vermögen sind messbar.

Rendite ist die Differenz zwischen dem Anfangskapital und Endkapital. Also eine objektiv messbare Größe.

Vermögen steht, laut Robert Kiyosakis Definition, für die Anzahl der Tage, die man überleben kann, ohne selbst zu arbeiten (oder ohne dass ein Haushaltsangehöriger selbst arbeitet) und dabei seinen Lebensstandard aufrechterhält. Also auch eine objektiv messbare Größe.

Kommen wir nun zur Anfangsfrage: war die Outperformance nun Glück? Oder doch Können? Wie hoch war das Risiko? (Wenn du meinen „über mich“-Teil gelesen hast, dann weißt du sicher, dass ich von Anfang an eine hohe Schmerzgrenze für Kursrückgänge aufgebaut habe).

Wir wissen es nicht. Denn das hängt, wie wir bereits festgestellt haben, von verschiedenen Faktoren ab.

Gleichwohl kann ich im Falle meines Wikifolios erwähnen, das keines der KOs ausgelöst wurde, sodass ich kein Kapital verloren habe. Im Gegenteil, ich habe Wirecard mit 20% und Apple mit über 40% Gewinn verkauft. Freenet war in der Spitze bis letzter Woche noch mit knapp 40% im Gewinn, bevor sie (wieder einmal nach einer Ergebnisverbesserung) heruntergeprügelt wurde. Offensichtlich sind die Fähigkeiten des Fahrers ausgeprägt.

Hinzu kommt, dass ich nur Hebelprodukte von denjenigen Unternehmen kaufe, deren Aktien ich besitze oder besessen habe, falls du darauf geachtet hast. Das heißt, ich kenne die Unternehmen und kann sie – mehr oder weniger – einschätzen.

Ich verrate dir noch ein Geheimnis: es ist egal, welchen Index du als passiver Anleger besitzt. Denn langfristig entwickeln sich die Indizes in die gleiche Richtung – der eine etwas volatiler als der andere. Unfassbar, nicht wahr? Es ist aber tatsächlich so. Insofern wäre es schade, 30 Jahre seines Lebens für etwas zu nutzen, was schon längst bekannt ist (siehe folgende Abbildung).

Durchschnittliche Renditen der Indizes, Quelle: entnommen aus Ken Fisher – Das zählt an der Börse, S. 169

 

Jetzt habe ich vielleicht dein Weltbild zerstört. Das tut mir Leid. Jedoch ist das Leben viel zu kurz und wichtig, um es auf der Suche nach einer Lösung zu verbringen, die schon bekannt ist.

c) Kunst?

Um die Philosophie des Investierens nicht endlos in die Länge zu ziehen, würde ich sagen, dass Kostolanys nachfolgendes Zitat die Gründe ganz gut zusammenfasst. Man könnte sogar sagen, dass dies die Zusammenfassung dessen ist, was er aus den Jahrzehnten seiner Erfahrungen an der Börse als Lehre gezogen hat:

„Für den Erfolg an der Börse braucht es die vier G: Geld, Gedanken, Geduld und Glück. Wer langfristig immer die ersten drei G befolgt, der hat früher oder später auch das notwendige Glück. Dem ‚Zittrigen‘ fehlt eines der ersten drei G.“
– André Kostolany

Ferner sehen eine Reihe der erfolgreichsten Investmentgurus das Investieren nicht als eine Wissenschaft, sondern als eine Kunst an. Sei es der als Spekulant populär gewordene Kostolany, oder die Value Investoren Benjamin Graham, Warren Buffett, Charles Munger oder, einer der erfolgreichsten Fondsmanager, Peter Lynch. Von Peter Lynch stammt übrigens das folgende Zitat:

“Investing in stocks is an art, not a science, and people who’ve been trained to rigidly quantify everything have a big disadvantage.”
– Peter Lynch

Falls du ein regelmäßiger Follower meines Blogs und meiner Beiträge bist, dann weißt du sicher, dass ich meine Gedanken und Annahmen in meinen Markt- und Unternehmensanalysen veröffentliche, die ich vor dem Investieren in verschiedene Werte treffe. Auf dieser Basis kannst du gewiss besser als ich selbst einschätzen, auf welchen Faktoren die Outperformance beruht.

Darüber hinaus beschreibe ich seit einigen Wochen im Kommentarfeld meines Wikifolios die Kauf- und Verkaufsgründe für meine Investments, sodass du – neben meinem Blog – auch auf meinem Wikifolio in kürzeren Beiträgen meine Annahmen und Gedanken nachlesen kannst.

Schlussbetrachtung

Zusammenfassend muss ich gestehen, dass ich auf die Performance meines Wikifolios selbstverständlich sehr stolz bin. Nicht nur, weil ich über diesen Zeitraum den Markt geschlagen habe. Sondern vielmehr, weil ich während meiner ersten Korrektur, die mich echt kalt erwischt hatte, meine Emotionen kontrollieren konnte, an meinen Überzeugungen festgehalten habe und gleichzeitig den Mut hatte, bei markt- oder unternehmensbedingten Kursrückgängen nachzukaufen (z. B. Facebook, Freenet, Apple).

Harte Arbeit und Disziplin, ein Hauch von Übermütigkeit und Arroganz, Durchhaltevermögen und  Entschlossenheit spielen sicherlich auch eine Rolle. Vielleicht sind das auch persönliche Charaktereigenschaften, die man nicht erlernen kann.

Ein bedeutender Teil des Erfolgs geht an Ken Fisher. Dank seiner Kolumne habe ich gelernt, was an der Börse wirklich zählt und wie ich mich beispielsweise im Rahmen einer Korrektur am besten positionieren kann.

Nichtsdestotrotz würde ich mal behaupten, dass ich meinem Leitsatz „Investieren ist eine Kunst“ (bislang) gerecht werde.

Leider schauen meines Erachtens Anleger viel zu oft auf die Anzeigetafel als auf die inneren Werte. Sie betrachten ihre Investments als eine Aktie, im Sinne eines Spekulations- oder Gebrauchsgegenstands, statt sie als ein Anteil an einem Unternehmen zu betrachten.

Beispielsweise war ich über den folgenden Beitrag, den ich vor kurzem gelesen habe, sehr irritiert: „ich bereue es immer noch diese Aktie gekauft zu haben„.

Die Frage ist doch vielmehr, warum du eine Aktie gekauft hast und inwiefern sich die Rahmenbedingungen für die getroffenen Annahmen geändert haben. Denn wenn deine Annahmen noch gültig sind, sollte die Aktie früher oder später den angemessenen Wert erreichen, unabhängig davon, wie der Markt kurzfristig reagiert. Wie bereits Warren Buffett sagte:

„Spiele werden von denen gewonnen, die sich auf das Spielfeld konzentrieren, nicht von jenen, die ihren Blick nur auf die Anzeigetafel richten.“
– Warren Buffett

In Bezug auf die zukünftige Marktentwicklung denke ich, dass die Kursanstiege am letzten Freitag nur ein Vorgeschmack dessen waren, was Anleger erwartet, sollten die USA und China eine friedvolle Einigung im Tarifkonflikt erreichen. Die USA und Trump haben mit dem Aufschub des Inkrafttretens der Tarifzölle bereits signalisiert, dass sie an einer friedlichen Einigung interessiert sind. Hinzu kommt, dass Präsident Trump signalisiert hat, bereits bestehende Abkommen (z. B. NAFTA) mit gewissen Anpassungen beizubehalten.

Für Präsident Trump gäbe es wahrscheinlich nichts schlimmeres, als wenn sich das Wirtschaftswachstum infolge eines Tarifkonflikts verlangsamt und die Wall Street Kurseinbrüche während seiner Amtsperiode erlebt. Schließlich würde er die Unterstützung der Investoren und seiner Anhänger verlieren.

Insofern werde ich meine Positionen weiterhin halten und plane für mein Wikifolio weitere, vielversprechende Zukäufe, welche von einer steigenden Dynamik des Wirtschaftswachstums und der potenziell steigenden Kreditvergabe profitieren sollten.

Gleichwohl ist es auch wichtig, nicht nur die Offensive, sondern auch die Defensive im Blick zu behalten. Schließlich wollen wir nicht mit der Brechstange drauflos stürmen. Schon gar nicht in einer vermeintlich reifen Phase des gegenwärtigen Bullenmarktes.

Hierfür ist es wichtig, Gegenspieler zu den Offensivposten aufzubauen. In meinem Portfolio stellen diese u. a. Freenet und British American Tobacco dar. Auffällig ist, dass sich diese Werte gerade gegensätzlich entwickeln und somit ihre Aufgabe erfüllen sollten, sollte der Trend sich umkehren.

Gleichzeitig sind diese Positionen nicht so stark gewichtet, damit sie das Wikifolio nicht bremsen und das Wikifolio trotz deren Underperformance ein neues All-time-high erreicht hat.

Im Falle einer Trendumkehr sollten diese eher defensiven Aktien jedoch ein entsprechendes Auffangpolster bieten. Gleichzeitig plane ich in defensiven Bereichen weitere Zukäufe zu tätigen.

Eine weitere Aktie, die eine Underperformance liefert, ist Tesla. Gleichwohl muss ich zur Verteidigung von Elon Musk und Tesla anmerken, dass die Medienberichterstattung leider häufig sehr irreführend ist. In diesem Zusammenhang würde ich dir empfehlen, das Protokoll zum Earnings Call zwischen Elon Musk und den Analysten durchzulesen. Dieser ist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch sehr informativ. Insbesondere hat Elon Musk hervorgehoben, dass Tesla voraussichtlich im dritten oder vierten Quartal dieses Jahres profitabel sein sollte (ja, ich weiß, du zweifelst an seiner Glaubwürdigkeit). Darüber hinaus hat er betont, dass er gegen eine Kapitalerhöhung ist. Im Zuge dieses Jahres soll der Bau einer Gigafactory und einer Produktionsstätte in China bekanntgegeben werden. Hinzu kommt, dass Tesla spannende Projekte in der Pipeline hat, u. a. ein Carsharing-Service mit autonom fahrenden Autos. Ferner gibt er spannende Informationen zur Arbeits- und Prokuktionsweise bei Tesla sowie weiteren technologischen Entwicklungen preis. Hier gelangst du zum Earnings Call Protokoll.

Generell würde ich dir empfehlen, Elon Musks Biographie zu lesen, denn darin zeigt er auf, was ein Mensch (in einer neuen Heimat) von null an alles aufbauen kann, wenn er die notwendige Entschlossenheit, Überzeugung und Beharrlichkeit mitbringt. Ich kann dir seine Biografie wärmstens empfehlen!

Um den Performance-Check abzurunden, finde ich das folgende Zitat von André Kostolany sehr passend:

„An der Börse gibt’s nur Schmerzensgeld. Erst
kommen die Schmerzen, dann das Geld!“

– André Kostolany

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Schmerzensgeld für deine Investments!

Dynamische Grüße,

Güner Soysal, 05.05.2018
Founder & CEO, Investment Analyst (M.A.)

Quellen & Links

Sämtliche Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr für Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit. Die Kolumne dient nur der Information und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Wertpapiere dar. Der Autor haftet nicht für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden.

Offenlegung von Interessenskonflikten: Der Autor hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung direkt oder mittelbar Positionen in den erwähnten Wertpapieren: Apple, British American Tobacco, Freenet, Facebook, Tesla. Der Autor beabsichtigt nicht, innerhalb von 36 Stunden nach Veröffentlichung direkt oder mittelbar Transaktionen in den erwähnten Wertpapieren zu tätigen.

Newsletter

Du möchtest keine Beiträge verpassen und über meine neuesten Investments zeitnah informiert werden? Dann melde dich jetzt zum kostenlosen Newsletter an und erhalte als erstes meine neuesten Beiträge, Analysen und Updates zu aktuellen Investments!


Du findest diesen Beitrag hilfreich? Dann teile ihn mit deinen Freunden!