Wikifolio-Performance-Check am 27.08.2018 – Outperformance mit 40,4% in genau einem Jahr

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Am 27.08.2018 feierte das Real Financial Dynamics-Wikifolio einjähriges Jubiläum. In diesem Zeitraum hat das Wikifolio eine Performance von 40,4% erreicht. Das bisherige Allzeithoch markierte das Wikifolio letzte Woche Donnerstag bei 42%

Das Börsendebüt des Wikifolios mit der ISIN DE000LS9M2G3 erfolgte am 20.06.2018, sodass du über Wikifolio (hier geht es zum Wikifolio) oder über deinen privaten Broker in das Wikifolio investieren kannst.

Die folgende Abbildung veranschaulicht die Performance des Wikifolios seit Auflage vor einem Jahr:

Performance vom Real Financial Dynamics-Wikifolio im Zeitraum 27.08.2017 – 27.08.2018; Quelle: Wikifolio

 

Im Vergleich dazu haben sich die Benchmarks, welche ich auch in meinen vorherigen beiden Performance-Analysen erwähnt hatte (ausgenommen MSCI World und MSCI ACWI), folgendermaßen entwickelt:

  • MSCI World (IE00B441G979):            12,87%
  • MSCI ACWI (FR0011079466):            15,36%
  • Dow Jones (DE0006289390):            21,83%
  • S&P 500 (IE00B5BMR087):               23,40%
  • Nasdaq (LU0378449770):                  33,10%
  • DAX (DE0005933931):                         2,41%

Performance von Benchmarks 27.08.2017 – 27.08.2018, Quelle: Onvista

 

Wie am Performance-Vergleich ersichtlich ist, hat das Real Financial Dynamics-Wikifolio sämtliche Benchmarks outperformed. Der erfolgreichste Vergleichsindex Nasdaq hat im selben Zeitraum eine Performance von 33,10% hingelegt. Somit hat das Real Financial Dynamics-Wikifolio den Nasdaq um mehr als sieben Prozentpunkte outperformed. Der Dax, welcher im Vergleich die schlechteste Performance aufwies, wurde sogar um mehr als das 16-fache outperformed.

In Zukunft wäre es angemessen, den MSCI World oder noch besser MSCI All Country World Index als Benchmark zu verwenden, da das Wikifiolio mit Alibaba einen chinesischen und mit Reliance Industries Limited einen indischen Wert enthält. Im Gegensatz zum MSCI World-Index werden im MSCI ACWI-Index Schwellenländer berücksichtigt.

Die folgende Abbildung veranschaulicht die aktuell zehn größten Positionen im Wikifolio:

Die zehn größten Positionen im Real Financial Dynamics-Wikifolio; Stand: 27.08.2018

 

Ich plane das Wikifolio in Zukunft weiterhin aktiv zu managen und habe bereits jetzt die potenziellen Gewichtungen und Investments im Visier. Nichtsdestotrotz ist das Investieren ein dynamischer Prozess, sodass sich auch ungeplante Gelegenheiten (wie zuletzt bei Facebook) ergeben können, die ich kurzfristig nutzen könnte.

Werfen wir nun einen Blick auf die Highlights des vergangenen Jahres, welche die Performance des Wikifolios in besonderem Maße beeinflusst haben.

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Was waren die Highlights des vergangenen Jahres?

Was hat das Wikifolio im vergangenen Jahr nicht alles durchmachen müssen, bis es zu dieser Performance kam. Zunächst kam die Korrektur rund fünf Monate nach Auflage des Wikifolios Ende Januar 2018, wodurch der maximale Verlust in Höhe von 20% entstanden ist, welcher unter den Wikifolio-Stammdaten angezeigt wird.

Als zweite Herausforderung kam der von US-Präsident Trump angezettelte Handelskonflikt hinzu, welcher auf internationaler Ebene für Aufregung sorgte und die Märkte immer noch belastet. Während die US-Indizes von einem Allzeithoch zum nächsten eilen, konnten sich insbesondere die Märkte in Europa, China und den Emerging Markets noch nicht von den Rückschlägen erholen. Als zusätzliche Belastung kamen die Italien-Wahl und die türkische Lira-Krise hinzu, die insbesondere in Europa und in Schwellenländern die Märkte drückte.

Das dritte Hindernis kam von Wikifolio selbst, als am 20. Juli ohne Ankündigung die Zertifikate auf US-Titel aus dem Wikifolio entfernt wurden. Hierbei handelte es sich unter anderem um Zertifikate von Qualcomm, Tesla, Amazon und Facebook. Während unter anderem das Qualcomm-Zertifikat um weitere 30% zulegte, stieg das Tesla-Zertifikat nach Veröffentlichung der Quartalsergebnisse um mehr als 60%. Somit wäre die Performance des Wikifolios um mehr als fünf Prozent höher ausgefallen und hätte an der 50%-Marke gekratzt.

Sicherlich gab es noch den ein oder anderen Grund, welcher an den Märkten für Turbulenzen sorgte. Gleichwohl wäre es ohne diese Schwankungen auch langweilig geworden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein spannendes und gleichzeitig sehr erfolgreiches Börsenjahr für das Wikifolio war.

Kommen wir nun zu der Frage, wie sich die Investments entwickelt haben, die ich auf meinem Blog vorgestellt und im Wikifolio investiert habe.

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Wie haben sich die einzelnen Investments entwickelt, die ich auf meinem Blog vorgestellt und im Wikifolio investiert habe? 

In diesem Abschnitt werde ich kurz auf fünf Aktien eingehen, die ich auf meinem Blog ausführlich behandelt habe. Es handelt sich hierbei um Apple, Qualcomm, Wirecard, Facebook und Freenet.

1. Apple: 33% seit 17. Februar 2018 

In meiner Apple-Analyse vom 17. Februar 2018 hatte ich beschrieben, warum die wertvollste Aktie der Welt für’n Apple und Ei zu haben ist (hier geht es zu meiner Apple-Analyse), während Apple von einem Analysten nach dem anderen heruntergestuft wurde, mit der Begründung, dass sich das iPhone X nicht verkaufen würde. Ferner hatte ich erwähnt, dass ich mir todsicher bin, dass Buffett die Kursrücksetzer ebenfalls für Nachkäufe genutzt hätte.

Meine Annahme hatte sich bestätigt und ich war nicht der Einzige, der Apple für ein Schnäppchen hielt. Warren Buffett hat seitdem mehrmals bekanntgegeben, dass er weitere Apple-Aktien zugekauft hat. Zuletzt kaufte er laut einem CNBC-Interview anlässlich seines Geburtstags am 30. August 2018 „ein wenig“ Apple-Aktien hinzu.

Buffetts Käufe in Kombination mit den Rekordergebnissen von Apple, der Steigerung der durchschnittlichen Verkaufspreise für iPhones um 20%, der erfolgreichen iPhone X-Verkäufe, das starke Wachstum im Bereich andere Produkte und Services sowie das angekündigte und in meinem Artikel prognostizierte Aktienrückkaufprogramm in Höhe von USD 100 Milliarden befeuerten den Aktienkurs von Apple dermaßen, dass die Aktie fast täglich ein neues Allzeithoch erklimmt.

Seit meinem Artikel vom 17. Februar 2018 bzw. meinem Zukauf bei USD 158 hat der Aktienkurs von Apple um mehr als 30% zugelegt und den S&P 500 meilenweit outperformt. In EUR umgerechnet sind es sogar knapp 40% aufgrund von Währungseffekten. Die folgende Abbildung veranschaulicht die Performance der Apple-Aktie im Vergleich zum S&P 500 (in USD).

Performance-Vergleich Apple vs. S&P 500; Zeitraum: 17.02.-31.08.2018

 

2. Qualcomm: 35% seit 27. April 2018

Qualcomm hatte ich zum ersten Mal in meiner Analyse vom 25. November 2017 vorgestellt (hier geht es zu meiner Qualcomm-Analyse). In diesem Zuge hatte ich beschrieben, dass ich basierend auf den Wettbewerbsvorteilen, den Zukunfts- und Wachstumsaussichten, dem Shareholder-Value in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen sowie dem aktuellen Rendite-Risiko-Verhältnis eine historisch günstige Gelegenheit beim Kauf der Qualcomm-Aktien sehe.

Ferner hatte ich in meinem Artikel vom 27. April 2018 erläutert (hier geht es zu meiner zweiten Qualcomm-Analyse), warum Qualcomm – nachdem US-Präsident Trump die Übernahme durch Broadcom aufgrund von Bedenken der nationalen Sicherheit verhindert und dadurch der Aktienkurs einen Rückschlag erlitten hatte – ein Schnäppchen sein könnte und meine Qualcomm-Position aufgestockt habe.

Die Begründung war, dass unabhängig davon, ob die NXP-Übernahme oder ein Aktienrückkaufprogramm zustande kommt, der gegenwärtige Kurs sehr attraktiv erscheint und sowohl für kurz- als auch für langfristig orientierte Anleger interessant sein könnte. Denn das Management hatte angekündigt, ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von USD 20-30 Mrd. zu genehmigen, falls die chinesischen Behörden die NXP-Übernahme bis zum 25. Juli 2018 nicht genehmigen würden. Aufgrund der ausstehenden Genehmigung zu diesem Termin wurde das Qualcomm-Management schließlich aktiv und kündigte im Rahmen der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von USD 30 Mrd. an, was zu diesem Zeitpunkt rund als 40% der Marktkapitalisierung von Qualcomm entsprach.

Hierbei wurde ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von zunächst USD 10 Mrd. zu einem Rückkaufpreis von USD 67,50 angesetzt. Am 31. August 2018 gab Qualcomm bekannt, dass die Aktionäre lediglich Aktien im Wert von USD 5,1 Mrd. angedient haben. Dies wiederum führte dazu, dass der Aktienkurs weiter angestiegen ist. Insofern sind die Börsianer der Meinung, dass der Kurs der Qualcomm-Aktie weiterhin unterbewertet ist.

Abschließend bedeutet dies, dass Qualcomm weitere Mittel in Höhe von USD 25 Mrd. für Aktienrückkäufe zur Verfügung stehen. Dies entspricht beim aktuellen Börsenwert von USD 101 Mrd. rund 25% der Marktkapitalisierung und bietet entsprechendes Kurspotenzial. Für zusätzliche Kursfantasie sorgen unter anderem die potenzielle Beilegung der Lizenzstreitigkeiten mit Apple und die bevorstehende Monetarisierung der 5G-Technologie.

Die folgende Abbildung veranschaulicht die Performance der Qualcomm-Aktie im Vergleich zum S&P 500 (in USD). Während die Qualcomm-Aktie um rund 35% seit meinem Artikel vom 27. April zulegen konnte, stieg der S&P 500 um knapp zehn Prozent. In EUR umgerechnet sind es sogar mehr als 40% aufgrund von Währungseffekten.

Performance-Vergleich Qualcomm vs. S&P 500; Zeitraum: 27.04.-31.08.2018

 

3. Wirecard: 39% seit 30. Juni 2018

In meinem Bericht von der Hauptversammlung vom 30. Juni 2018 habe ich unter anderem das Geschäftsmodell und das Wachstumspotenzial von Wirecard erläutert (hier geht es zu meinem Bericht von der Wirecard-Hauptversammlung).

Ferner hatte ich erwähnt, dass in Bezug auf den Ausblick der Vorstand von einem sich beschleunigenden organischen Wachstum ausgeht. Das erste Quartal 2018 sei sehr stark gewesen, sodass die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2018 angehoben wurde. Das starke Wachstum soll sich auch im zweiten Quartal fortsetzen. Generell sei der Ausblick konservativ gewesen, sodass auch hier eine Prognoseanhebung erfolgen könnte.

Im Zuge der Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Halbjahr 2018 hob das Wirecard-Management die Prognose für das Geschäftsjahr 2018 an. Dies führte zu einem starken Anstieg der Aktie, sodass Wirecard aktuell eine höhere Marktkapitalisierung als die Commerzbank und die Deutsche Bank aufweist und voraussichtlich ab dem 5. September 2018 im Dax notiert sein wird.

Die folgende Abbildung veranschaulicht die Performance der Wirecard-Aktie im Vergleich zum Dax und TecDax. Während die Wirecard-Aktie um 39% seit meinem Artikel vom 30. Juni zulegen konnte, stieg der TecDax um rund 10%. Der Dax hingegen bewegte sich kaum vom Fleck.

Performance-Vergleich Wirecard vs. Dax und Tecdax; Zeitraum: 30.04.-31.08.2018

 

4. Facebook: die Kurserholung scheint im Gange

In meiner Facebook-Analyse vom 3. August 2018 habe ich erläutert, warum ich der Facebook-Aktie trotz Kurseinbruch infolge der letzten Quartalsergebnisse ein „Like“ gebe (hier geht es zu meiner Facebook Analyse).

Meine Hauptargumente hierfür habe ich im Rahmen dieses Beitrags im Detail erläutert. Um diese nochmals stichpunktartig zusammenzufassen:

  • Facebook ist von einem tiefen Burggraben umgeben und besetzt quasi eine Monopolstellung im Social-Media-Bereich mit seinen über 2,2 Mrd. Nutzern und seinem Ökosystem (Facebook, Messenger, WhatsApp, Instagram),
  • Facebook besitzt eine schuldenfreie Bilanz und hat nach Abzug seiner Verbindlichkeiten einen Cashbestand von rund USD 40 Mrd. (entspricht knapp 10% der Marktkapitalisierung),
  • Facebook besitzt im Markt- und Peer-Group-Vergleich eine überproportional hohe Profitabilität und einen hohen Cashflow,
  • Facebooks Bewertung ist im Markt- und Peer-Group-Vergleich attraktiv bewertet bei einem Umsatz- und Gewinnwachstum von rund 30% und einem KGV von knapp über 20,
  • Facebook ist in zahlreichen Zukunftsfeldern unterwegs und besitzt trotz seiner Größe weiterhin ein hohes Wachstumspotenzial im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung und
  • Facebook hat im Rahmen seiner bestehenden Plattformen weiterhin ein großes Monetarisierungspotenzial.

Ferner hatte ich geschrieben, dass ich mit einem kurzfristigen Rebound auf über USD 180 rechne, da ich den Kursrücksetzer für eine Überreaktion halte und dort die 200-Tage-Linie verläuft. Ich fügte hinzu, dass sich Anleger von potenziellen Rücksetzern nicht verunsichern lassen sollten. Hinzu kommt, dass die Aktie vor dem Hintergrund des starken Rücksetzers ein gutes Chancen-Risiko-Verhältnis aufweisen sollte. 

Die folgende Abbildung veranschaulicht die Kursentwicklung der Facebook-Aktie nach der Veröffentlichung meines Artikels am 3. August 2018. Es ist zu erkennen, dass die Aktie am 7. August kurzfristig bis auf USD 188 gestiegen ist, um dann am 20. August das zweite Mal ein Tief zu testen. Gleichzeitig ist eine Erholung des Aktienkurses nach dem 20. August zu erkennen.

Kursentwicklung der Facebook-Aktie; Zeitraum: 03.08.-31.08.2018

 

Ganz besonders habe ich mich über die Tatsache gefreut, dass meine Facebook-Analyse auf Seeking Alpha, die führende US-Website für Unternehmensanalysen und Investmentideen, mit täglich hunderten von veröffentlichten Artikeln, zum Artikel der Woche in der Rubrik „Unternehmensanalyse“ gewählt wurde (hier geht es zum entsprechenden Beitrag).

5. Freenet: Trotz Underperformance solider Dividendentitel

Freenet ist einer der wenigen Underperformer im Wikifolio. Gleichwohl bin ich in meinem Beitrag vom 21.07.2018 bereits auf die Underpfermance des Telekom-Sektors im Allgemeinen eingegangen (hier geht es zu meinem Artikel vom 21.07.2018). Hinzu kommt, dass Freenet ein klassischer Dividendentitel mit einer aktuell überproportionalen Dividendenrendite von 7% ist, sodass der Shareholder Value in erster Linie in Form vom Dividendeneinnahmen realisiert wird (siehe hierzu meine Freenet-Analyse vom 25. November 2017).

In der folgenden Abbildung wird die Performance von Freenet mit dem Dax und einigen Dax-Größen im Zeitraum vom 25.11.2017 – 31.08.2018 gegenübergestellt. Daran ist ersichtlich, dass Freenet – nach meinem Ermessen – trotz einer Underperformance, nicht schlechter bzw. nicht wesentlich schlechter als eine Reihe von Dax-Größen abgeschnitten hat. Hinzu kommt, wie bereits erwähnt, die überproportionale Dividendenrendite von rund 7%, welche die Aktionäre im Anschluss an die letzte Hauptversammlung erhalten haben. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die Dividende auch im kommenden Jahr erhöht wird. Auffällig ist, dass der Dax ebenfalls eine Negativrendite in diesem Zeitraum aufweist.

Performance-Vergleich Freenet vs. Dax, Bayer, Daimler, Continental; Zeitraum: 25.11.2017-31.08.2018

 

Nichtsdestotrotz plane ich meine Freenet-Position im Rahmen der nächsten Kursanstiege ganz oder teilweise abzustoßen. Zum einen bin ich dabei – wie bereits in meinen vorherigen Beiträgen erwähnt – meinen Investmentstil fortlaufend zu optimieren. Zum anderen lege ich meinen Fokus zunehmend auf dynamisch wachsende Unternehmen statt auf klassische Dividendentitel. Hinzu kommt, dass ich die Befürchtung habe, dass sich Freenet von einer Cashcow zu einem Beteiligungsunternehmen ohne klare Ausrichtung und Abgrenzung zu den Wettbewerbern entwickelt. Meine Anregungen in diesem Zusammenhang hatte ich bereits im Rahmen der Hauptversammlung angesprochen (hier geht es zu meinem Bericht von der Freenet-Hauptversammlung).

Ferner habe ich Zweifel daran, dass die letzten Entwicklungen bei Freenet (z. B. die Beteiligung an Ceconomy, potenzieller Verkauf der Sunrise-Anteile, hinter den Erwartungen liegendes Wachstum im TV-Geschäft, Investitionen in 5G) den Shareholder Value zukünftig in den Vordergrund rücken werden. Meine persönliche Meinung zum Ceconomy-Deal kannst du bei Interesse hier im Kommentarfeld nachlesen.

Die Passivität infolge der Goldman-Sachs-Analyse fand ich ebenfalls enttäuschend (hier geht es zu meinem Freenet-Beitrag, in welchem ich auf die Goldman Sachs-Analyse eingehe). Gleichwohl sollte die Goldman Sachs-Analyse nicht überbewertet werden, auch wenn der Markt mit Kursabschlägen darauf reagiert hat. Beispielsweise wurde das Kursziel von Goldman Sachs im Falle von Drillisch am 23.07.2018 von EUR 73 auf EUR 60 gesenkt und weiterhin auf Buy belassen, nachdem der Drillisch-Aktienkurs von EUR 65 auf EUR 50 in kurzer Zeit zurückgefallen war. Aktuell notiert die Aktie bei EUR 43,60 (hier geht es zur entsprechenden Analyse von Goldman Sachs). Der Der Drillisch-Kurs ist übrigens seit meinem Artikel vom 21.07.2018 um weitere 12,50% gefallen.

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Fazit 

„Was zählt, ist die Zeit am Markt, nicht den Markt zu timen.“
– Ken Fisher

Ich denke, dass das Wikifolio mit einer Performance von 40,4% nach einem Jahr und der Blog, auf welchem ich einen Teil meiner Investments vorgestellt habe, ihrem Namen „Real Financial Dynamics“ alle Ehre machen. Dabei machten der Blog und das Wikifolio ihre Leser sowie Investoren gleichermaßen glücklich.

Wie es bereits im oben genannten Zitat ausgedrückt wird, sollten Investoren unabhängig von Marktprognosen investieren. Gleichzeitig sollten sich Anleger nicht von großen Markennamen blenden lassen. Vielmehr geht es darum, diejenigen Unternehmen zu identifizieren, welche das beste Chance-Risiko-Verhältnis sowie die besten Zukunftsaussichten haben.

Peter Lynch drückt es in seinem Buch „Der Börse einen Schritt voraus“ folgendermaßen aus:

„An der Börse gibt es dafür ein ungeschriebenes Gesetz: „Man verliert nie seinen Job, wenn man das Geld seiner Kunden mit IBM verliert.“ Wenn Sie IBM-Aktien gekauft haben und die anschließend fallen, werden der Chef und die Kunden fragen: „Was ist denn jetzt wieder mit der verdammten IBM los?“ Aber wenn das Gleiche mit La Quinta Motor Inns passiert, werden sie fragen: „Was ist denn mit Ihnen los?“

Diese Aussage von Peter Lynch sollten Anleger bei ihren Investments und bei verschiedenen Investment-Ratgebern immer im Gedächtnis behalten.

Wie geht es weiter?

Falls du meine Beiträge seit Entstehung des Blogs Ende 2017 gelesen hast, dann weißt du, dass ich neben dem Wikifolio-Management auch meine Analyse- und Investmentskills immer weiter ausgebaut habe. Neben den anfänglichen Value Kriterien nach Warren Buffett und Benjamin Graham habe ich in dieser Zeit auch Wachstumskritierien nach Peter Lynch in mein Investmentstil eingebaut und mein Verständnis der Marktdynamiken mithilfe von Ken Fisher ausgebaut. Ich werde auch in Zukunft darauf abzielen, meine Investmentskills fortlaufend zu verbessern.

In Bezug auf das Wikifolio beabsichtige ich weiterhin die bestmögliche Rendite zu erzielen, indem ich in die nach meinem Wissen und Gewissen besten und vielversprechendsten Unternehmen investiere.

Dir gefallen die Investmentideen und die Qualität der Beiträge auf Real Financial Dynamics und du möchtest ihn unterstützen? Dann gib ihm doch deine Stimme beim diesjährigen Value Blogpreis, damit auch in Zukunft hochwertige und außergewöhnliche Investmentanalysen veröffentlicht werden können! Hier geht es zur Abstimmung zum Value Blogpreis 2018!

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Du möchtest Shareholder von Real Financial Dynamics werden und an dessen Performance teilhaben? Dann hast du die Möglichkeit in das Real Financial Dynamics-Wikifolio zu investieren. Hier geht es zum Real Financial Dynamics-Wikifolio!

Du möchtest dir mein Börsen- und Aktienwissen ebenfalls aneignen? Dann kann ich dir den Literaturteil meines Blogs empfehlen, wo du die besten Bücher findest, die ich gelesen und ausnahmslos weiterempfehlen kann.

Ich hoffe, dass dir der Artikel einen Mehrwert geboten hat und du etwas für deine eigenen Investments mitnehmen konntest. Viel Erfolg weiterhin!

Dynamische Grüße,

Güner Soysal, 02.09.2018
Founder & CEO, Investment Analyst (M.A.)

Quellen und Literatur

Sämtliche Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr für Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit. Die Kolumne dient nur der Information und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Wertpapiere dar. Der Autor haftet nicht für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden.

Offenlegung von Interessenskonflikten: Der Autor hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung direkt oder mittelbar Positionen in den erwähnten Wertpapieren: Apple, Qualcomm, Wirecard, Facebook, Freenet. Der Autor beabsichtigt nicht innerhalb von 36 Stunden nach Veröffentlichung direkt oder mittelbar Transaktionen in den erwähnten Wertpapieren zu tätigen.

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