Marktanalyse vom 24.03.2018: Wall of Worry – wie Börsianer profitieren können

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Ausgelöst durch Zinsängste und der Angst eines bevorstehenden „Handelskrieges“, ging es in den vergangenen Wochen recht turbulent an den globalen Börsen zu. Der Markt scheint gerade dabei zu sein, die neuesten Entwicklungen und Erwartungen einzupreisen.Altmeister André Kostolany beschreibt in seinem Buch „Die Kunst über das Geld nachzudenken“ eine ähnliche Situation im Jahre 1987 – u. a. Zinserhöhungen durch die FED, Konflikt zwischen den USA und Europa bezüglich eines US-Handelsdefizits und drastische Steuersenkungen in den USA – was zur Folge hatte, dass die Wallstreet von ihrem Hoch bei 2.722 Punkten im August auf 1.800 Punkte am 19. Oktober 1987 gefallen ist. Dies entspricht einem Rückgang von 34 Prozent in zwei Monaten.

Die Entwicklung scheint ähnlich, nur die Akteure sind unterschiedlich (USA und China). Ob es nun wieder so kommt, kann niemand voraussagen. Fakt ist auch, dass sich die Unternehmenslandschaft seitdem ziemlich verändert hat: während 1987 Unternehmen aus konventionellen Branchen die größte Marktkapitalisierung aufwiesen (z. B. General Motors, Exxon Mobil, Ford Motors, General Electric), sind es nun in erster Linie Tech-Unternehmen (z. B. Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft), welche im Verhältnis zu anderen Branchen (bislang) kaum bis gar nicht von Importzöllen und der Steuerreform betroffen sind und in der Regel überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweisen.

Hinzu kommt, dass die Zinsen trotz mehrerer Zinserhöhungen seitens der FED – sowohl in den USA als auch global betrachtet – immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau stehen und die Zinsstrukturkurve steil ist. Während der von der FED festgelegte Leitzins nun bei 1,5-1,75 Prozent liegt, rentieren 10-jährige US-Staatsanleihen bei rund 2,8 Prozent. Sowohl das Zinsniveau als auch die Zinsstrukturkurve sprechen folglich weiterhin für Aktien.

Denjenigen, die nicht an einen Crash oder Bärenmarkt zum gegenwärtigen Zeitpunkt glauben, bieten derartige volatile Phasen die Möglichkeit, Aktien zu besitzen und von der sog. „Wall of Worry“ zu profitieren. Gleichwohl achte ich bei meinen Investments stets auf hochwertige Unternehmen mit einer gesunden Kapitalstruktur; außer bei einer Ausnahme.

Welches Unternehmen die Ausnahme ist? Das verrate ich dir sicherlich in einer meiner nächsten Analysen. Melde dich am besten gleich in meinem Newsletter an, damit du meine neuesten Analysen und Beiträge nicht verpasst.

Dynamische Grüße,

Güner Soysal, 24.03.2018
Founder & CEO, Investment Analyst (M.A.)

Sämtliche Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr für Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit. Die Kolumne dient nur der Information und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Wertpapiere dar. Der Autor haftet nicht für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden.

Offenlegung von Interessenskonflikten: Der Autor hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung direkt oder mittelbar Positionen in den erwähnten Wertpapieren: Exxon Mobil, Apple. Der Autor beabsichtigt nicht, innerhalb von 36 Stunden nach Veröffentlichung direkt oder mittelbar Transaktionen in den erwähnten Wertpapieren zu tätigen.

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